Ganztagsschulkongress 2008 Berlin

Beim 5. Ganztagsschulkongress im Programm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ diskutierten mehr als 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema Partizipation an Ganztagsschulen. Der Kongress fand am 12. und 13. September im Berliner bcc statt. Für die Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Rheinland-Pfalz bot das Kongressthema viele Möglichkeiten, die eigenen Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen - denn Partizipation ist seit 2005 ihr Schwerpunktthema. Dementsprechend fanden die Angebote der Serviceagentur großen Anklang.


Jürgen Tramm (links)  im Gespräch am Stand der Serviceagentur

 

Bunt gemischte Teilnehmergruppe aus Rheinland-Pfalz

Neben Vertretern der Serviceagentur reisten Mitarbeiter aus dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen und anderen Organisationen aus Rheinland-Pfalz an. Bei einem Sektempfang, zu dem die Serviceagentur eingeladen hat, konnten sich die rheinland-pfälzischen Teilnehmer kennen lernen. Gernot Stiwitz dankte ihnen im Namen des Ministeriums für ihr Engagement und ihre Teilnahme. Er wünschte sich, dass die Teilnehmer viele gute Ideen und Anregungen mit nach Hause nehmen und das Thema Partizipation dort weiterbringen. Heike Seupel dankte den Teilnehmern im Namen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.


Die Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz beim Ganztagsschulkongress


V.l.n.r.: Jürgen Tramm (SAG RLP), Gernot Stiwitz (MBWJK), Sonja Student (SAG RLP) und Heike Seupel (DKJS) bedanken sich bei den Teilnehmern

Der Stand der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Rheinland-Pfalz und die Modellschulen für Partizipation und Demokratie

An ihrem Stand präsentierte die Serviceagentur „Ganztägig lernen“ Rheinland-Pfalz ihre Unterstützungsangebote für Ganztagsschulen, die an ihrer Schule die Partizipation aller oder einzelner Beteiligten stärken wollen. Mit fünf standardisierten Angeboten hilft sie Schulen bei ihrer demokratischen Entwicklung. Sie fanden bei den Besuchern des Stands großes Interesse - und die daraus entstandenen Kontakte führten zur Vereinbarung von fünf Angebotseinsätzen an rheinland-pfälzischen Ganztagsschulen.

Ebenfalls stark beim Kongress vertreten waren die Modellschulen für Partizipation und Demokratie. Sie gaben ihre beispielhaften Erfahrungen an die Teilnehmer weiter und präsentierten ihre Errungenschaften. So wurden im Filmforum zwei Filme von Modellschulen präsentiert: Einer über das Schulparlament an der Integrierten Gesamtschule Ernst Bloch Ludwigshafen und einer über den Klassenrat an der Grundschule Landau-Süd.

Die Ausstellerschule - Das Gymnasium im Pamina-Schulzentrum Herxheim

Das Pamina-Gymnasium stellte die beispielhaften Partizipationsmöglichkeiten vor, die sie geschaffen hat. Das Gymnasium hat zwei Schwerpunkte: Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern (z.B. über die SV und als UNESCO-Schule) und die Beteiligung von Eltern an der Lernentwicklung der Schüler (z.B. durch Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräche). Mehr über das Konzept des Gymnasium im Pamina-Schulzentrum erfahren Sie hier.

Ausstellung des Gymnasiums im Pamina-Schulzentrum

Die Grundschule Trier-Biewer und die Giraffensprache

Auf reges Interesse stieß die Grundschule Trier-Biewer. Sie stellte ihr Projekt der „Giraffensprache“ vor, mit der die Schülerinnen und Schüler lernen, gewaltfrei zu kommunizieren. Es wurde von den Mitgliedern der MK-8 (einer Schülergruppe) selbst entwickelt.
Beim Kongress konnten die Teilnehmer selbst üben, „giraffisch“ zu sprechen. Ein Mitmach-Plakat stellte die Grundlagen vor und forderte die Teilnehmer auf, sie mit zwei Übungen selbst auszuprobieren.

Die Arbeitsgruppe des Thematischen Netzwerks Partizipation

Das Thematische Netzwerk Partizipation im Programm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen:“ ist eine Arbeits- und Aktionsgemeinschaft der Serviceagenturen der Länder Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen sowie der „Werkstatt Schule wird Lebenswelt“, der „Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik“ und des „SV-Bildungswerks“. Beim 5. Ganztagsschulkongress bot das Netzwerk eine Arbeitsgruppe zum Thema „Qualität von Beteiligung“ an. Sie drehte sich um die Frage, wie Schule zu einer Lern- und Lebenswelt für Schülerinnen und Schüler werden kann, in der sie sich gefragt und an der Gestaltung des Schullebens beteiligt fühlen. Hierzu stellte die Johannes-Gutenberg-Schule aus Wolmirstedt in Sachsen- Anhalt ihr Konzept und ihre Erfahrungen vor. Frau Prof. Christa Preissing von der Freien Universität Berlin spiegelt diese Erfahrungen aus wissenschaftlicher Sicht. Darauf aufbauend diskutierten die Teilnehmer gemeinsam verschiedene Aspekte von Partizipation in der Praxis unter besonderer Berücksichtigung der  Bereiche Verantwortungsübernahme, Selbstwirksamkeit, Anerkennung und Bedürfnisse der Kinder.


Die Mitglieder des Thematischen Netzwerks stellen sich den Forumsteilnehmern vor


Teilnehmer einer Arbeitsgruppe im Forum
 

Weitere Informationen und Artikel zum 5. Ganztagsschulkongress

Ute Bohnenkamp berichtete für das rheinland-pfälzische Ganztagsschulportal über den Kongress. In ihrem Artikel stehen die Beiträge von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Rheinland-Pfalz im Mittelpunkt.
Auf dem Ganztagsschulportal ganztaegig-lernen.de finden Sie eine umfangreiche inhaltliche Dokumentation der Ergebnisse des Kongresses.
Im Schüler-Blog „Eigenwort“ finden Sie Stimmen von Schülerinnen und Schülern, die am 5. Ganztagsschulkongress teilgenommen haben und ihre Eindrücke direkt vor Ort im Blog veröffentlicht haben.
ganztagsschulen.org - das Ganztagsschulportal des BMBF - hat zum Kongress ein umfangreiches Themendossier veröffentlicht. Über die linke Navigationsleiste finden Sie im Dossier weitere Artikel zum Kongress.