Neue Modellschulen für Partizipation und Demokratie

Zwanzig Schulen werden in die regionalen Netzwerke aufgenommen

„Wir waren überwältigt, wie viele spannende Bewerbungen als Modellschule für Partizipation und Demokratie uns erreicht haben. Dabei hat uns nicht nur die Quantität beeindruckt, sondern vor allem auch, dass die Schulen schon jetzt vielfältige Partizipationsansätze verfolgen – die Entscheidung für oder gegen eine Schule war nicht einfach“, berichtet Jürgen Tramm von der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ über das Auswahlverfahren der neuen Modellschulen.

Insgesamt arbeiten ab diesem Schuljahr 44 Schulen gemeinsam daran, demokratische Schulentwicklung voranzutreiben. In den vier Netzwerken der Modellschulen für Partizipation und Demokratie der Koordinierungsstelle „Demokratie lernen und leben“ und der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ tauschen sich die Schulen aus, arbeiten inhaltlich zusammen und bieten Fortbildungen und Hospitationen für Außenstehende an. Die 20 neuen Modellschulen für Partizipation und Demokratie bringen neue spannende Impulse und Themen in die Netzwerkarbeit ein.

Nachdem sich bei einer Informationsveranstaltung Anfang Juni 2012 über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Modellschul-Netzwerk informiert hatten, gingen zahlreiche Bewerbungen ein. Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres wurden nun die frisch aufgenommenen Schulen informiert. Und bald darauf geht schon die konkrete Arbeit der neuen Modellschulen los: Die jeweiligen Netzwerkbetreuer führen Entwicklungsgespräche mit den neuen Modellschulen. Über die Entwicklungsvereinbarungen, die in den Gesprächen entstehen, diskutiert die jeweilige Schule dann intern.

„Ich bin gespannt darauf, mit den Akteuren an den Schulen gemeinsam die individuellen Ansätze zur Partizipation auszuwerten und Vereinbarungen für Weiterentwicklungen und Unterstützungsbedarf zu treffen“, erklärt Dorothea Werner-Torkarski von der Koordinierungsstelle „Demokratie lernen und leben“ im Pädagogischen Landesinstitut. Die aus den Gesprächen entstehenden Entwicklungsvereinbarungen legen die Grundlage für die Zusammenarbeit bis 2014.

Es wurden insgesamt neun Grundschulen, eine Förderschule, vier Integrierte Gesamtschulen, vier Realschulen plus, eine Hauptschule und eine Berufsbildende Schule aufgenommen. Mit dem Gesamtnetzwerktreffen zum Thema „Umgang mit Heterogenität“ am 18. und 19. Oktober 2012 in Vallendar beginnt dann der Austausch zwischen allen Modellschulen und die gemeinsame Arbeit an Themen zur Schulentwicklung.

Anja Kremper von der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ fasst zusammen: „Die Schulen haben vielfältige Erfahrungen gesammelt, was die Beteiligungsprozesse am Schulleben betrifft, und können so auf eine gute Grundlage aufbauen. Ich freue mich auf die produktive Zusammenarbeit mit den neuen Modellschulen!“

Neue Schulen im Netzwerk Süd:

  • Integrierte Gesamtschule Landau
  • Integrierte Gesamtschule Wörth
  • Realschule plus Altenglan
  • Realschule plus Eich
  • Grundschule Bechhofen
  • IGS Deidesheim/Wachenheim

Neue Schulen im Netzwerk West:

  • Grundschule Kyllburg
  • St. Martinus Schule Reinsfeld
  • Grundschule Schillingen
  • Grundschule Morbach
  • Grundschule Traben-Trarbach

Neue Schulen im Netzwerk Nord:

  • Regenbogenschule Schalkenbach
  • Sonnenlandschule Neuwied
  • Theodissa Realschule plus Diez
  • Nicolaus-Augus-Otto-Schule Diez

Neue Schulen im Netzwerk Mitte:

  • Goethe-Hauptschule Mainz
  • Puricelli Realschule plus Rheinböllen
  • Drei-Königs-Schule Bingen
  • Grundschule Am Lemmchen Mainz
  • Integrierte Gesamtschule Oppenheim